27.04.2026

Das Autobahnkreuz Kaiserberg gehört zu den neuralgischen Punkten der Verkehrsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Wer verstehen will, was es bedeutet, Infrastruktur im Bestand und auf engstem Raum umzubauen, findet hier ein Lehrstück. Für die Teilnehmenden des Programms START.ING. bot sich nun die Gelegenheit, dieses Projekt vor Ort zu erleben.
Im Rahmen einer Baustellenbesichtigung erhielten Studierende Einblicke in Planung, Bauabläufe und die besonderen Anforderungen eines Umbaus unter laufendem Verkehr. Was in der Theorie oft abstrakt bleibt, wurde hier konkret: Verkehrsführung im Provisorium, parallele Bauphasen, logistische Abstimmungen im engen Zeitfenster.
Die Führung übernahm Daniela Nesic von der Autobahn GmbH. Sie erläuterte das Projekt mit fachlicher Tiefe, unaufgeregt und klar in der Darstellung. Begleitet wurde die Gruppe unter anderem von Prof. Dipl.-Ing. Balthasar Gehlen, dem Vorsitzenden des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit der Ingenieurkammer-Bau NRW. Der direkte Austausch zwischen Studierenden und erfahrenen Ingenieurinnen und Ingenieuren war dabei ein zentraler Bestandteil des Besuchs.
Im Anschluss verlagerte sich das Gespräch zum „Pizza-Connection“ genannten Netzwertreffen. Was zuvor auf der Baustelle begonnen hatte, wurde hier fortgesetzt: Fragen stellen, Erfahrungen teilen, Kontakte knüpfen. Netzwerken als selbstverständlicher Teil des Berufs.
Der Besuch am Kreuz Kaiserberg zeigt, was START.ING. leisten kann: Orientierung geben, Einblicke ermöglichen, Verbindungen schaffen. Und nicht zuletzt ein realistisches Bild davon vermitteln, wie anspruchsvoll und wie relevant die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren im Bauwesen ist.
Ein vertiefender Blick auf das Projekt und die Perspektive der Projektbeteiligten findet sich im Interview mit Daniela Nesic, das die Ingenieurkammer-Bau NRW bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht hat.


