Wettbewerbe

Hier bieten wir Ihnen Informationen zu Wettbewerben nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe. Sowie eine Übersicht über aktuelle Wettbewerbe, die für Sie als Ingenieurinnen und Ingenieure des Bauwesens von Interesse sein können – nutzen Sie die Möglichkeiten als Informationsquelle, Anregung oder zur Beteiligung.

Die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) beschreibt den Ablauf eines Planungswettbewerbs und legt dessen „Spielregeln“ fest.
Diese Vorgaben für Planungswettbewerbe wurden unter Berücksichtigung der Interessen aller, an einem Wettbewerb Beteiligten festgelegt. Sie gewährleisten eine faire und rechtssichere Gestaltung von Planungswettbewerben. 

Wir empfehlen jedem Auslober eines Planungswettbewerbs die Anwendung der RPW 2013. Der Bund und auch das Land Nordrhein-Westfalen schreiben für die in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich durchzuführenden Planungswettbewerbe deren Anwendung sogar verbindlich vor.

Die Richtlinie lesen


Wettbewerbe nach RPW 2013 – Chancen für die Vergabe von Ingenieurleistungen

Egal, ob eine neue Straßenbrücke benötigt wird oder ein historisches Gebäude zu sanieren ist: Oft stehen Auftraggeber vor der Frage, wie solche Projekte bewerkstelligt werden können und welche die beste Lösung dafür ist. Die Planung von Bauvorhaben wird dabei zunehmend komplexer und anspruchsvoller. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, empfiehlt sich oftmals die Durchführung eines Planungswettbewerbs nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Die RPW 2013 enthält „Spielregeln“ für Planungswettbewerbe, die unter Berücksichtigung der Interessen aller, an einem Wettbewerb Beteiligten festgelegt wurden und eine faire Gestaltung von Planungswettbewerben gewährleisten. Wettbewerbe nach der RPW 2013 bieten zahlreiche Vorteile. Dies gilt für Neubauvorhaben ebenso wie für Vorhaben im Bestand, für Projekte von hohem öffentlichem Interesse ebenso wie für kleinere Bauvorhaben, für öffentliche Auftraggeber ebenso wie für private Auftraggeber.

Ideenvielfalt

Mit einem Planungswettbewerb kann der Auftraggeber mehrere unterschiedliche Ideen sammeln, um daraus den für ihn und für das konkrete Bauvorhaben in jeder Hinsicht optimalen Entwurf auszuwählen. Mit einem Planungswettbewerb kann der Auftraggeber die Kompetenz, die Erfahrungen und die Kreativität gleich mehrerer Planer nutzen, um eine Vielzahl qualitativ hochwertiger und für ihn vielleicht auch unerwarteter Planungsansätze zu erhalten. Dabei hat er es durch die Gestaltung des Wettbewerbsverfahrens selbst in der Hand, wie hoch die Zahl der Teilnehmer und wie groß die Bandbreite ihrer Vorschläge sein soll.

Qualität

Viel zu oft orientiert sich die Entscheidung über die Vergabe eines Planungsauftrages stark an den dafür angebotenen Preisen. Technische, funktionale, ökologische, soziale, wirtschaftliche, gestalterische oder andere qualitative Aspekte treten dann in den Hintergrund. Beim Planungswettbewerb liegt der Fokus hingegen auf der Qualität: Der Auftraggeber definiert die zu lösende Aufgabe und die daran zu stellenden, qualitativen Anforderungen. Das sogenannte Preisgericht - eine Jury ausgewählter Fachleute - vergleicht und bewertet die eingereichten und zugelassenen Arbeiten und orientiert sich dabei an den vom Auftraggeber bestimmten Kriterien.

Interdisziplinarität

Im Interesse des Auslobers sollte ein Planungswettbewerb in der Regel dergestalt erfolgen, dass die Wettbewerbsbeiträge durch gleichberechtigte Teams aus Ingenieuren und Architekten oder auch aus Ingenieuren oder Architekten verschiedener Fachrichtungen gemeinschaftlich als Mitverfasser erstellt werden (interdisziplinäre Wettbewerbe). Gehört eine Bewerbergemeinschaft zu den Preisträgern des Wettbewerbs, sollte sie auch in der Zusammensetzung, in der sie beim Wettbewerb angetreten ist, an der späteren Vergabe des Auftrags teilnehmen. Nicht nur, aber insbesondere bei komplexen Planungsaufgaben ist eine solche „ganzheitliche“ Herangehensweise, die die Kenntnisse von Fachleuten mit unterschiedlichen Spezialisierungen bündelt, sehr zu empfehlen. So können alle fachspezifischen Belange bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt vollständig erkannt und optimal aufeinander abgestimmt werden. Werden nicht alle relevanten Fachrichtungen rechtzeitig bei der Planung eingebunden, kann dies später Planungslösungen bis hin zu Umplanungen erforderlich machen, die mit Mehrkosten und/oder zeitlichen Verzögerungen verbunden sind.

Akzeptanz

Schon allein die Mitwirkung mehrerer Beteiligter bei einem Wettbewerb nach der RPW 2013 - vom Auftraggeber, der den Wettbewerb öffentlich ausschreibt (Auslober) über den Wettbewerbsbetreuer, der ihn bei der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs unterstützt, die Architekten- und Ingenieurkammern, das Preisgericht bis hin zu den Wettbewerbsteilnehmern - gewährleistet eine hohe Transparenz des Verfahrens. Ein Planungswettbewerb weckt erfahrungsgemäß auch ein besonderes öffentliche Interesse an dem betreffenden Vorhaben. Der Auftraggeber kann schon zu einem frühen Zeitpunkt in der Öffentlichkeit für sein Bauvorhaben werben und seine Entscheidung darüber, welcher Entwurf letztlich realisiert werden soll, nachvollziehbar vermitteln.

Kosten

Zu einem Wettbewerb nach der RPW 2013 gehört die Auslobung und Zahlung von Preisen und Anerkennungen (sogenannte Wettbewerbssumme). Dies stellt jedoch keinen Nachteil für den Auftraggeber dar: Denn die Wettbewerbssumme entspricht in der Regel mindestens dem Honorar der Vorplanung für alle in den Wettbewerb einbezogenen Fachrichtungen. Wird einer der Preisträger nach dem Wettbewerb mit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe auf der Grundlage seines Wettbewerbsentwurfs beauftragt, werden die von ihm bereits im Wettbewerb erbrachten Leistungen bis zur Höhe des ihm zuerkannten Preises nicht erneut vergütet. Für die Wettbewerbssumme erhält der Auftraggeber bei Durchführung eines Planungswettbewerbs also nicht nur einen, sondern eine Vielzahl von Lösungsansätzen verschiedener Planer. Damit bietet ein Planungswettbewerb übrigens auch die Chance, die bei der Realisierung des Projekts zu erwartenden Kosten bereits im Stadium der Projekt- und Planungsvorbereitung abschätzen und positiv beeinflussen zu können.

Zeit

Der öffentliche Auftraggeber muss für die Erteilung eines Planungsauftrages ohnehin ein Vergabeverfahren mit dem entsprechenden Aufwand durchführen. Der dabei erfolgreiche Bieter wird regelmäßig erst nach der Zuschlagserteilung mit der intensiven Bearbeitung des Vorhabens und unter anderem mit der Vorplanung dafür beginnen. Der so erstellte Entwurf bedarf dann häufig noch der Abstimmung mit dem Auftraggeber. Bei einem Planungswettbewerb hingegen findet die Erstellung und gegebenenfalls Überarbeitung der Vorplanung bereits während des Wettbewerbs selbst statt. Der Preisträger, der mit der weiteren Planung des Projekts beauftragt wird, ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit dessen Einzelheiten und auch mit den Vorstellungen des Auftraggebers regelmäßig bestens vertraut. Und selbst wenn ein Planungswettbewerb im Einzelfall zu einer Verzögerung führen sollte: Diese Zeit ist aus den bereits genannten Gründen gut investiert!

Fragen und Antworten zur RPW 2013

Was sind die wichtigsten Grundsätze eines Wettbewerbs nach der RPW 2013?

Für einen fairen und transparenten Wettbewerb ist die Gleichbehandlung aller Bewerber unabdingbar. Daher gelten für alle die gleichen Bedingungen und die gleichen Fristen. Allen Bewerbern werden die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt mitgeteilt.

Ebenfalls zentral ist das Prinzip der Anonymität: Zur Gewährleistung der Chancengleichheit und um sicherzustellen, dass die Wettbewerbsbeiträge ausschließlich anhand ihrer Qualität beurteilt werden, bleiben diese grundsätzlich bis zur Entscheidung des Preisgerichts - bei mehrphasigen Wettbewerben bis zum Abschluss des Verfahrens - anonym.

Darüber hinaus sollen nach der RPW 2013 kleinere Büroorganisationen und Berufsanfänger angemessen beteiligt werden. Damit wird auch der Kreis potentieller Bewerber vergrößert, das kreative Potential junger Ingenieure genutzt und so die Vielfalt der möglichen Lösungsansätze erhöht.


Wer sind die Beteiligten?

Als Bewerber oder Bieter am Wettbewerb teilnehmen kann jeder, der die jeweiligen, fachlichen und sonstigen Teilnahmeanforderungen erfüllt (sogenannte „Teilnehmer“).

Der sogenannte Auslober des Wettbewerbs ist der - öffentliche oder private - Auftraggeber, der einen Wettbewerb ausschreibt.

Bei der Erstellung der Auslobung sowie der Organisation und Durchführung des Verfahrens wird der Auslober in der Regel durch einen sogenannten Wettbewerbsbetreuer unterstützt, der die fachliche Qualifikation der Teilnehmer hat.

Zudem wirkt dabei das Preisgericht als unabhängiger Berater des Auslobers mit. Insbesondere entscheidet es - unabhängig und ausschließlich nach fachlichen Gesichtspunkten - über die Wettbewerbsarbeiten. Aus der RPW 2013 ergibt sich, wie das Preisgericht zusammenzusetzen ist.

Darüber hinaus kann der Auslober auch Sachverständige und anerkannte Fachleute zur Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs hinzuziehen.

Beteiligt sind nicht zuletzt auch die Ingenieur- und Architektenkammern, die während und nach einem Wettbewerb mitwirken und den Wettbewerb registrieren. Die Registrierung eines Wettbewerbs durch die zuständige Kammer dient als Nachweis, dass durch die Verfahrensbedingungen gemäß geltenden bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften ein lauterer Leistungsvergleich sichergestellt ist und in ausgewogener Weise den Belangen von Auslober oder Ausloberin sowie Teilnehmern und Teilnehmerinnen Rechnung getragen wird. Wenn diese Anforderungen nicht erfüllt sind, dürfen sich die Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau NRW bzw. der Architektenkammer NRW aus berufsrechtlichen Gründen nicht an einem Wettbewerb beteiligen!


Was ist der Unterschied zwischen einem Realisierungs- und einem Ideenwettbewerb?

In den meisten Fällen lobt ein Auftraggeber einen Wettbewerb für ein Projekt aus, das er auch realisieren möchte (sogenannter Realisierungswettbewerb). Dann schließt sich an den Wettbewerb die Vergabe des entsprechenden Auftrags nach den dafür geltenden Vergabebestimmungen an.

Möglich ist aber auch ein sogenannter Ideenwettbewerb, bei dem der Auftraggeber - zum Beispiel zum Anstoß eines öffentlichen Diskurses - konzeptionelle Lösungen sucht, ohne dass er deren Umsetzung beabsichtigt.


Welche Wettbewerbsarten und -verfahren gibt es?

Unabhängig davon, ob ein Realisierungs- oder ein Ideenwettbewerb durchgeführt wird, gibt es verschiedene Verfahrensweisen für einen Planungswettbewerb:

Bei einem offenen Wettbewerb kann grundsätzlich jeder einen Wettbewerbsbeitrag einreichen, der die fachlichen und persönlichen Anforderungen an die Teilnahme erfüllt.

Anders beim nicht offenen Wettbewerb: Dabei werden zunächst anhand zuvor festgelegter Kriterien mögliche Teilnehmer ausgewählt; nur diese ausgewählten Teilnehmer dürfen Wettbewerbsbeiträge einreichen.

Beim zweiphasigen Verfahren kann in der ersten Phase grundsätzlich jeder, der die Teilnahmeanforderungen erfüllt, einen Lösungsansatz einreichen. Anhand der eingereichten Arbeiten wählt das Preisgericht die Teilnehmer aus. In der zweiten Phase erhalten die so ausgewählten Teilnehmer Gelegenheit zur Überarbeitung und Vertiefung ihrer Lösungsansätze, die dann durch das Preisgericht bewertet werden.

Eine Besonderheit stellt das kooperative Verfahren dar. Typisch dafür ist die schrittweise Annäherung an Aufgabe und Ziele in einem Meinungsaustausch zwischen den Beteiligten. Kooperative Verfahren sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.


Wie läuft ein Wettbewerb in der Regel ab?

Der konkrete Ablauf eines Wettbewerbs hängt unter anderem davon ab, ob der voraussichtliche Auftragswert zzgl. Wettbewerbsprämien und sonstige Zahlungen an die Bewerber den für Planungsleistungen einschlägigen EU-Schwellenwert übersteigt oder nicht (sogenannter Ober- bzw. Unterschwellenbereich), und welche Verfahrensart der Auftraggeber für den Wettbewerb wählt. Vorbehaltlich dessen kann ein Wettbewerb beispielsweise wie folgt ablaufen:

Vorbereitung
Zunächst definiert der Auslober die Wettbewerbsaufgabe, bestimmt die aus seiner Sicht sinnvolle Verfahrensart, beruft das Preisgericht und legt die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb fest wie die Teilnahmebedingungen, Fristen, Termine, Höhe der Wettbewerbssumme etc. Dabei ist es sinnvoll, diese Rahmenbedingungen, den weiteren Inhalt der Wettbewerbsbekanntmachung und einen ersten Entwurf der Auslobung bereits zu diesem Zeitpunkt mit der zuständigen Kammer abzustimmen.

Wettbewerbsbekanntmachung
Ist dieser Schritt abgeschlossen, macht der Auslober seine Absicht, einen Planungswettbewerb durchzuführen, bekannt. Inhalt und Form der Wettbewerbsbekanntmachung sowie die sich daran anschließenden Maßnahmen richten sich danach, ob der Wettbewerb im Ober- oder im Unterschwellenbereich stattfindet.

Auslobung
Vor oder nach der Wettbewerbsbekanntmachung erstellt der Auslober in Abstimmung mit dem Preisgericht den Entwurf der sogenannten Auslobung. Darin beschreibt er klar und eindeutig die Wettbewerbsaufgabe und -bedingungen, definiert seine Anforderungen und Zielvorstellungen, benennt seine Anregungen, legt gegebenenfalls bindende Vorgaben fest und bezeichnet die zu erbringenden Leistungen sowie die Kriterien zur Beurteilung der Entwurfsvorschläge.

Registrierung
Den Entwurf der Auslobung versendet der Auslober an die zuständige Kammer zur Registrierung des Wettbewerbs. Nach der Registrierung erfolgt der Versand der Auslobung an die Teilnehmer.

Rückfragenkolloquium
Regelmäßig findet nach Versand der Auslobung eine sogenanntes Rückfragenkolloquium statt, bei dem Rückfragen der Teilnehmer geklärt und die Wettbewerbsaufgabe präzisiert werden kann.

Einreichung der Wettbewerbsbeiträge
Die Teilnehmer reichen bis zu einem vom Auslober bestimmten Zeitpunkt ihre Wettbewerbsbeiträge ein. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit einreichen.

Vorprüfung
Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden zunächst einer Vorprüfung unterzogen, die zumeist durch den Wettbewerbsbetreuer vorgenommen wird. Dabei wird einerseits überprüft, ob die Wettbewerbsarbeiten die formalen Anforderungen erfüllen, andererseits wird die fachliche Prüfung, gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Sachverständigen, vorgenommen.

Preisgerichtssitzung
Bei der Preisgerichtssitzung bewertet das Preisgericht die zugelassenen Wettbewerbsarbeiten in mehreren Wertungsrundgängen nach den vom Auslober in der Wettbewerbsbekanntmachung und der Auslobung genannten Vorgaben. Es wählt die Arbeiten aus, die diesen Anforderungen am besten gerecht werden, und bestimmt eine Rangfolge für die Arbeiten, die für eine Preisverleihung in Betracht zu ziehen sind. Zudem legt das Preisgericht fest, welche Arbeiten Preise und Anerkennungen erhalten sollen.

Information der Teilnehmer
Über das Ergebnis der Preisgerichtssitzung werden die Teilnehmer unverzüglich informiert.

Öffentliche Ausstellung
Zum Abschluss des Wettbewerbsverfahrens werden die Wettbewerbsarbeiten unter Nennung des jeweiligen Verfassers und unter Bekanntmachung der Wettbewerbsergebnisse für einen angemessenen Zeitraum öffentlich ausgestellt. Damit wird der interessierten Öffentlichkeit die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Resultate des Wettbewerbs informieren zu können.

Bekanntmachung
Bei einem Wettbewerb im Oberschwellenbereich ist dessen Ergebnis zudem unter Einhaltung bestimmter Vorgaben an Frist und Form EU-weit bekanntzumachen.

Vergabeverfahren
Im Falle eines Realisierungswettbewerbs schließt sich an den Wettbewerb ein Vergabeverfahren an. Dabei muss der öffentliche Auftraggeber die jeweils einschlägigen vergaberechtlichen Vorschriften beachten. Der erfolgreiche Abschluss eines Planungswettbewerbs entbindet ihn also nicht von der Durchführung eines Vergabeverfahrens!

Beispiele für Wettbewerbe nach der RPW 2013

„Deutzer Hafen – Errichtung einer Kfz-Brücke und einer Rad-/Gehwegbrücke über das Hafenbecken“, Köln

Im Zuge der Quartiersentwicklung „Deutzer Hafen“ sollen eine Kfz-Brücke und eine Rad-/Gehwegbrücke über das Hafenbecken entstehen. Das künftige Ensemble der beiden Brücken mit Blick auf den Kölner Dom wird die Halbinsel neu erschließen und eine Landmarke für das neue Quartier bilden.

Ausloberinmoderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Stadtbaus und der Gemeindeentwicklung mbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Objektplanung Verkehrsanlagen, Fachplanung Tragwerksplanung
Angestrebte Teilnehmerzahl9
Wettbewerbssumme250.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW

Neubau der Fuß- und Radwegbrücke Lindemannstraße, Dortmund

Gegenstand des Wettbewerbs war ein barrierefreier Ersatzneubau der Fuß- und Rad-wegbrücke Lindemannstraße. Die Brücke sorgt für eine fußläufige Anbindung des Areals der Westfalenhalle, der Messe Dortmund und des Fußballstadions über den Rheinlanddamm (Bundesstraße B 1) an das Kreuzviertel und den Innenstadtbereich.

AusloberinStadt Dortmund
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Objektplanung Freianlagen, Objektplanung
Tatsächliche Teilnehmerzahl19
Wettbewerbssumme70.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW

Neubau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die B61 – Dalkepromenade, Gütersloh

Gegenstand des Wettbewerbs war der Neubau einer Brücke als Ersatz der abgebrochenen Brücke über die B 61. Das zukünftige Brückenbauwerk soll wegen der knappen Flächenverfügbarkeit über Rampen erschlossen werden. Die neue Rad- und Fußgängerbrücke soll auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein.

AusloberinStadt Gütersloh
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Objektplanung Freianlagen, Objektplanung
Tatsächliche Teilnehmerzahl15
Wettbewerbssumme33.500,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW und Architektenkammer NRW

Errichtung einen Brückenbauwerks über Emscher und Rhein-Herne-Kanal am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel („Sprung über die Emscher“)

Die Brücke, deren Planung Gegenstand des Wettbewerbs war, überspannt Emscher und Rhein-Herne-Kanal an einem wasserwirtschaftlich bedeutenden Standort, dem Wasserkreuz in Castrop-Rauxel. Als nationales Projekt des Städtebaus handelt es sich um ein prominentes Vorhaben mit erheblicher Außenwirkung für den Bund, hier vor allem das BBSR, aber auch für den Berufsstand der Architekten und Ingenieure.

AusloberinEmschergenossenschaft
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Objektplanung Freianlagen, Objektplanung
Tatsächliche Teilnehmerzahl19
Wettbewerbssumme85.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW und Architektenkammer NRW

Neubau einer zweifachen Dreifeldsporthalle, Karlsruhe

Gegenstand des Wettbewerbs war der Neubau einer zweifachen Dreifeldsporthalle für ein Schulzentrum, die unter anderem dem Schul- und Vereinssport dienen soll. Eine der Dreifeldsporthallen sollte als Versammlungsstätte ausgebildet und mit einer beweglichen Tribüne ausgestattet werden.

AusloberinStadt Karlsruhe
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Objektplanung Freianlagen, Objektplanung
Tatsächliche Teilnehmerzahl16
Wettbewerbssumme100.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchArchitektenkammer Baden-Wüttemberg

Planungswettbewerb der Stadt Dortmund: Neubau der Fuß- und Radwegbrücke Lindemannstraße

Die Stadt Dortmund hat 2019 einen (nicht-offenen) Planungswettbewerb für den barrierefreien Ersatzneubau der Fuß- und Radwegbrücke Lindemannstraße ausgelobt.

Die derzeitige Brücke sorgt für eine fußläufige Anbindung des Areals der Westfalenhalle, der Messe Dortmund und des Fußballstadions über den Rheinlanddamm (Bundesstraße B 1) an das Kreuzviertel und den Innenstadtbereich. Sie ist nach den anerkannten Regeln der Technik nicht barrierefrei. Daher plant die Stadt Dortmund einen barrierefreien Ersatzneubau dieser Brücke. Der exponierte Standort der Brücke verlangt nach einem repräsentativen Bauwerk. Dortmund ist einer der vorgesehenen Spielorte der UEFA Fußball Europameisterschaft 2024, so dass die Baumaßnahme vor deren Beginn abgeschlossen sein soll.

An dem Planungswettbewerb nehmen 19 Ingenieur- und Architekturbüros teil. Es stehen Preisgelder in Höhe von 70.000 EUR zur Verfügung. Die Ingenieurkammer-Bau NRW hat den Wettbewerb registriert.

Ludger Wilde und Arnulf Rybicki, der Planungs- sowie der Baudezernent der Stadt Dortmund, berichten über die Gründe für diese Entscheidung (s.auch Kammer-Spiegel 10/2019).

Sie schreiben aktuell einen Planungswettbewerb für eine Fuß- und Radwegbrücke an zentraler Stelle aus: Was soll entstehen?

Die derzeitige Fuß- und Radwegbrücke Lindemannstraße verbindet den Max-Ophüls Platz mit dem Vorplatz der Westfalenhallen und der Messe Dortmund. In zentraler Lage auf dem Dortmunder Stadtgebiet sorgt sie für eine fußläufige Anbindung des Areals der Westfalenhallen, der Messe Dortmund und des anschließenden Stadions über den sechsspurigen Rheinlanddamm an das Kreuzviertel und den Innenstadtbereich. Die Brücke ist bei Messeveranstaltungen und insbesondere an Spieltagen des BVB stark frequentiert und ist bei Stadionbesuchern auch als Treffpunkt beliebt. Das bogenförmige Bestandsbauwerk aus den 1950er Jahren weist Steigungen von weit mehr als sechs Prozent auf und ist nach den anerkannten Regeln der Technik nicht barrierefrei. Die Stadt Dortmund hat sich dem barrierefreien Bauen verschrieben und dies im Jahre 2006 durch einen entsprechenden Ratsbeschluss untermauert. Die Stadt Dortmund plant einen barrierefreien Ersatzneubau der Brücke Lindemannstraße. Der Standort der Brücke an exponierter Stelle in einer Achse mit Westfalenhallen und Fußballstadion verlangt nach einem repräsentativen Bauwerk.

Warum haben Sie sich in diesem Fall für die Ausschreibung eines Wettbewerbs entschieden?
Im Wintersemester 2016/17 konnte das Projekt bei der Technischen Universität Dortmund im Masterstudiengang Konstruktiver Ingenieurbau, Architektur und Baubetrieb, als Studierendenaufgabe (P3) platziert werden. Die Studierenden, jeweils Ingenieur*in sowie Architekt*in als Team, entwarfen teils spektakuläre Entwürfe, insbesondere mit dem Hintergrund des repräsentativen Standorts. Die Entwürfe der Studierenden wurden in der Berswordt-Halle ausgestellt und vom ehemaligen Baudezernenten Martin Lürwer vorgestellt. In diesem Zuge erhielt die Stadt zahlreiche Entwürfe, die die Bedeutung dieser Brücke im städtebaulichen Kontext darstellen konnten. Im Jahr 2017 wurde beschlossen, dass aufgrund eben dieser Bedeutung der Brücke als traditionelle Verbindung der Innenstadt mit dem Stadion und der Westfalenhalle / Messe über den Rheinlanddamm, und der ihr innewohnenden Torfunktion zur Stadt Dortmund, ein Realisierungswettbewerb ausgelobt werden soll.

Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, muss die Mitgliedschaft in einer Ingenieurkammer nachweisen – worin sehen Sie die Vorteile?
Grundsätzlich sollten Ingenieurbauwerke, wie zum Beispiel Brücken, von Bauingenieurinnen/Bauingenieuren entworfen werden, denn die wissen genau, worauf es ankommt. Wir haben uns deshalb für die Durchführung eines Planungswettbewerbs im Sinne eines Realisierungswettbewerbs entschieden, um eine Idee mit der Qualität eines repräsentativen Entwurfs und deren Realisierbarkeit sicher zu stellen. Dass ausschließlich Mitglieder einer Ingenieurkammer zur Teilnahme an dem Planungswettbewerb berechtigt sind, soll uns die gewünschte Qualität garantieren. Im Zuge der Grundlagenermittlung ergaben sich zahlreiche Randbedingungen und Zwangspunkte resultierend aus Berührungspunkten mit dem Max-Ophüls-Platz, dem Rheinlanddamm, sowie mit der Messe Dortmund und dem BVB. Neben dem ästhetischen Anspruch stehen unter anderem die kurze Bauzeit, eine möglichst geringe Zahl an Vollsperrungen sowie ein präzise durchdachter Baubetrieb auf der B1 im Fokus. Das Denken und Handeln des Ingenieurs/der Ingenieurin muss bereits im Vorentwurf implementiert sein, sodass bei der anschließenden Ausführungsplanung keine umfangreichen Änderungen des Entwurfs zu erwarten sind. Somit muss die Expertise aus dem Ingenieurwesen im Vordergrund stehen. Um die Idee eines repräsentativen Entwurfs zu gewährleisten, müssen Ingenieur*in und Architekt*in als Arbeitsgemeinschaft am Wettbewerb teilnehmen. Die Federführung der Projektbearbeitung obliegt der Ingenieurin/dem Ingenieur.

Noch sind Wettbewerbe bei vergleichbaren Bauvorhaben eher selten. Denken Sie, dass sich das in den kommenden Jahren ändern könnte?
Die Entscheidung für einen Planungswettbewerb ist immer eine Abwägungssache. Es ist wünschenswert, dass zukünftig mehr Bauvorhaben an repräsentativen Standorten von der Qualität der im Planungswettbewerb geschaffenen Entwürfe profitieren. Für uns war die Entscheidung für einen Planungswettbewerb jedoch aufgrund der besonderen Lage der Fuß- und Radwegbrücke, die über die zentrale Achse (B1) durch das Ruhrgebiet direkt am Gelände der Messe Dortmund und als wichtige Verbindung der Innenstadt mit der Westfalenhalle und dem Fußballstadion gekennzeichnet ist, eine leichte. Ein Planungswettbewerb bedeutet aber auch immer einen zusätzlichen zeitlichen Aufwand bis zur Vergabe der Planungsleistung für den Bauherren und einen nicht zu unterschätzenden finanziellen Aufwand für die teilnehmenden Ingenieurbüros. Gerade in Zeiten bestens gefüllter Auftragsbücher werden sich Ingenieurbüros genau überlegen, die personellen und finanziellen Mühen eines Planungswettbewerbes auf sich zu nehmen. Umso mehr sind wir über die Zusage der bereits vorab ausgewählten Wettbewerbsteilnehmer sowie über eine nicht geringe Anzahl an Teilnahmeanträgen hoch erfreut.

Internationale Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027 – Brückenbauwerke über Lippe und Kamener Straße, Lünen

Gegenstand des Wettbewerbs waren zwei Rad- und Fußwegebrücken als zusammenhängende Einheit für die Überquerung der Lippe und der Kamener Straße. Sie dienen dem Ausbau des Radwegs von Bergkamen nach Lünen. Dieser Radweg ist Rückgrat eines der fünf „Zukunftsgärten“ der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027.

AusloberinStadt Lünen
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Ingenieurbauwerke, Fachplanung, Tragwerksplanung
Angestrebte Teilnehmerzahl15
Wettbewerbssumme85.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW

Ersatzneubau Brücke Bettrather Straße als Fuß- und Radwegebrücke, Mönchengladbach

Gegenstand des Wettbewerbs war der Ersatzneubau der zentral gelegenen Brücke Bettrather Straße - mit fast 130 Jahren eine der ältesten Brücken Mönchengladbachs - als Fuß- und Radwegebrücke. Über die Brücke führt eine wichtige Radverbindung des Alltagsnetzes für den Radverkehr in der Stadt Mönchengladbach.

AusloberinStadt Mönchengladbach
Art des Wettbewerbsnichtoffener Realisierungswettbewerb, interdisziplinär
Wettbewerbsrelevante LeistungsbilderObjektplanung Freianlagen, Objektplanung Ingenieurbauwerke, Fachplanung Technische Ausrüstung
Angestrebte Teilnehmerzahl15
Wettbewerbssumme63.000,00 EUR
Registrierung nach RPW 2013 durchIngenieurkammer-Bau NRW und Architektenkammer NRW

Erfahrungen mit Wettbewerben nach RPW 2013

  • Die Ingenieurkammer-Bau NRW hat mit Henrik Schumann, Stadtbaurat der Universitätsstadt Siegen, über die vielen positiven Erfahrungen gesprochen, die die Stadt Siegen in den letzten Jahren mit Planungswettbewerben gemacht hat.
  • In einem Beitrag im Kammer-Spiegel der Ingenieurkammer-Bau NRW (Heft 11-2020, Seiten 11 und 12) aus dem Jahr 2020 beschreibt Frau Dipl.-Ing. Ulrike Hotz, Erste Bürgermeisterin der Stadt Reutlingen, die Chancen von interdisziplinären Planungswettbewerben für öffentliche Auftraggeber.
  • Ludger Wilde und Arnulf Rybicki, der Planungs- sowie der Baudezernent der Stadt Dortmund, berichten über die Gründe für die Entscheidung der Stadt Dortmund, einen Planungswettbewerb für eine Fuß- und Radwegebrücke auszuloben (hier bitte den – geänderten - Text von IK-Bau NRW Planungswettbewerb der Stadt Dortmund einfügen, verlinken o. ä.) *)
  • Prof. Dr. Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft, die diese derzeit bei der IGA 20257 vertritt, war Jurorin im Preisgericht des Wettbewerbs „Sprung über die Emscher“ und berichtete im Jahr 2018 in einem Interview im Kammer-Spiegel der Ingenieurkammer-Bau NRW Kammer-Spiegel der Ingenieurkammer-Bau NRW (Heft 12-2018, Seite 4 und 5), welche Vorteile Wettbewerbe sowohl für Auftraggeber als auch für freischaffende Ingenieurinnen und Ingenieure bieten.
  • In der Zeitschrift „Straße und Autobahn“ (Ausgabe 10.2016) werden am Beispiel des Südschnellweg Hannover Erfahrungen aus dem Preisgericht als wegweisend für mehr Wettbewerb in Straßenbau und Verkehr beschrieben.

Sonstige Wettbewerbe

Polis Award 2021

Der polis Award für Stadt- und Projektentwicklung würdigt Projekte, die über ihren eigenen Rahmen hinaus einen Beitrag für das öffentliche Wohl einer Stadt erbringen. Er geht davon aus, dass Projektrealisierungen, die aus partnerschaftlichen Haltungen hervorgehen, den komplexen Anforderungen an die Stadt der Zukunft gerechter werden.

Nach einem erfolgreichen 5-jährigen Jubiläum startet der polis AWARD für Stadt- und Projektentwicklung dieses Jahr bereits in die sechste Runde. Der Preis richtet sich sowohl an Kommunen als auch an die Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Planer, Architekten und kreative Stadtvisionäre von morgen.

Anmeldeschluss ist der 09. Mai 2021. Die Teilnahme ist kostenlos und ausschließlich online möglich.

Der polis Award wird auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des 1. Messetages (am 15. September) der polis Convention 2021 in den alten Schmiedehallen des Areal Böhlers in Düsseldorf verliehen. Die Messe findet in diesem Jahr als hybrides Format sowohl analog als auch digital statt. Dadurch erhalten die Wettbewerbssieger unmittelbare Aufmerksamkeit und Resonanz von zahlreichen Akteuren der Stadt- und Immobilienentwicklung sowie Vertretern aus der Politik.

Mit dem erfolgreichen Einreichen einer Bewerbung erhalten Bewerber:innen automatisch freien Eintritt zur polis Convention, der bundesweiten Messe für Stadt und Projektentwicklung, am 15. und 16. September in Düsseldorf.

Weitere Informationen unter www.polis-award.com

Deutscher Brückenbaupreis 2020 - Verleihung per Video

And the winner is... Preisträger sind die Retheklappbrücke in Hamburg und der Trumpf-Steg in Ditzingen. Überreicht wurden die Preise von Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer, und Jörg Thiele, Präsident des VBI. Das Video der Online-Veranstaltung steht unter www.brueckenbaupreis.de zur Verfügung.

Innovative Großprojekte, kleine Konstruktionen oder herausragende Sanierungen – die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI hatten am 12. März 2019 den Deutschen Brückenbaupreis 2020 ausgelobt. Der Wettbewerb würdigt die besten Brücken, die in den vergangenen vier Jahren in Deutschland entstanden sind und zeichnet die Bauingenieurinnen und Bauingenieure aus, deren außerordentliche Leistungen den Bau dieser Brücken ermöglicht haben.

Die ursprünglich für den 9. März 2020 geplante Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises wurde auf den 8. März 2021 verschoben. Aus 42 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen wurden sechs Bauwerke für den renommierten Ingenieurbaupreis nominiert, NRW war dabei nicht vertreten.

Der 2006 von Bundesingenieurkammer und VBI ins Leben gerufene Deutsche Brückenbaupreis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Bauingenieurinnen und Bauingenieure in Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Weitere Informationen unter www.brueckenbaupreis.de.

International Public Procurement Award (IPA) 2021

Das Forum vergabe und Ministerialdirigentin a. D. Brigitte Krause-Sigle haben den International Public Procurement Award (IPA) 1990 ins Leben gerufen und lange Zeit gemeinsam gestiftet. Er wird im Jahr 2021 vom forum vergabe erneut gestiftet und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der Preis soll Anreize für den wissenschaftlichen Nachwuchs geben, sich mit Themen des nationalen, europäischen und internationalen Vergabewesens zu befassen. Geeignete Arbeiten sind deutsch- oder englischsprachige wissenschaftliche Werke zu nationalen, europäischen oder internationalen Vergabethemen (Habilitationsschrift, Dissertation, Diplomarbeit, Masterarbeit oder Monographie).

Für den IPA 2021, der mit 5.000 Euro dotiert ist, können sich Akademiker aus Europa im Alter bis zu 35 Jahren bis zum 30.09.2020 bewerben.

Einzelheiten zum International Public Procurement Award sind im Stiftungsstatut geregelt.

Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite Forum Vergabe.

Schlaun-Wettbewerb 2019/2020 - nach Vorprüfung um ein Jahr auf 2021 verschoben!

Die Vorprüfungen konnten noch abgeschlossen werden: 145 Arbeiten wurden abgegeben, davon 87 im Städtebau, 55 im Bereich Architektur und drei im Bereich Bauingenieurwesen. Aber da es keine Räume für das Preisgericht gab, einige PreisrichterInnen Reiseverbot hatten und Terminplanungen für Spätsommer/Herbst 2020 aktuell nicht möglich sind, hat man sich in Münster aus den bekannten "Corona-Gründen" für Sitzung, Ausstellung und Schlaun-Fest zur Verschiebung um ein Jahr entschlossen .

Jury-Sitzung: Donnerstag/Freitag, 22./23. April 2021 in Münster
Ausstellungseröffnung: Samstag, 05. Juni 2021 – 16 Uhr in der LVM
10. Schlaun-Fest/Preisverleihung: Sonntag, 06. Juni 2021 – 11 Uhr im Erbdrostenhof, Münster

Das Wettbewerbsgebiet "Bahnstadt Süd"

Münster ist eine schöne Stadt. So wird es von Besuchern und Bewohnern Münsters gerne ausgesprochen. So positiv kann man leider über das Plangebiet noch nicht urteilen. Dies zu ändern, ist die Aufgabenstellung des Wettbewerbs. Das Wettbewerbsgebiet verläuft vom Hauptbahnhof aus in südlicher Richtung. Kern des Plangebietes ist der ehemalige Stückgutbahnhof. Die Fläche umfaßt ca. 24,5 ha. Sie wird umschlossen von der Roddestraße im Süden, der Friedrich-Ebert-Straße /Theißingstraße/Frie-Vendt-Straße/Bahnhofstraße im Westen, dem Alfred-Krupp-Weg/den Bahngleisen im Osten und der Hafenstrasse/dem Berliner Platz im Norden. Münster gilt gemeinhin als bilderbuchhafte schöne Stadt. Wer dieses Plangebiet betritt, wird erstaunt sein, dass auch Münster noch andere Stadtbilder zu bieten hat.

Für dieses Plangebiet werden folgende gravierende Veränderungen von der Stadt Münster angestrebt:

  • auf der Westseite sollen nicht mehr genutzte Gleisanlagen aufgegeben und weiter erforderliche Gleisanlagen an den östlichen Gleiskörper angeschlossen werden
  • im nördlichen Plangebiet sind die Verkehrsbauwerke im Bereich des Albersloher Weges/der Bahntrasse neu zu qualifizieren.

Termine für Aufgabenstellung und Abgabe HIER

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, ist Mitglied der Jury des Schlaun-Wettbewerbs.

Ziele
Aufgabenstellung des 9. Schlaun-Wettbewerbs für Stadtplaner/Landschaftsarchitekten, Architekten und Bauingenieure ist, das Wettbewerbsgebiet zukunftsweisend zu profilieren und es zu einem zeitgemäßen innerstädtischem Wohn-, Lebens-und Arbeitsraum zu entwickeln. Entsprechend der stadträumlichen Lage soll ein modernes, urbanes Stück Münster geplant werden. Innerhalb der Gesamtkonzeption sind für die nachfolgenden Aufgabenstellungen Lösungsansätze aufzuzeigen:

Der Schlaun-Wettbewerb versteht sich als Ideen-Wettbewerb. Abweichungen von den inhaltlichen Vorgaben und Anforderungen dieser Auslobung sind unter der Voraussetzung zulässig, dass diese konzeptionell abgeleitet und entsprechend im Erläuterungsbericht begründet werden.

Die Wettbewerbsbeiträge werden vom Schlaun-Forum e.V. zusammengefasst und der Stadt Münster als „Ideenbuch“ übergeben.

Teilaufgabe Bauingenieurwesen - Unterführungsbereich Albersloher Weg
Der Straßenzug Albersloher Weg ist eine wichtige Hauptverkehrsstraße in Münster. Sie verläuft radial vom Stadtzentrum der Stadt Münster bis in die Gemeinde Albersloh. Der Streckenabschnitt im Bereich der Kreuzung Albersloher Weg, Hansaring, Hafenstraße, Bahntrasse ist nicht auf die heutige Verkehrsbelastung (sowohl in Breite und Höhe) ausgelegt. Er ist ein Dauerproblem seit dem Ende des 2. Weltkriegs.

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Balthasar-Neumann-Preis 2021

Der BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V. und die DBZ Deutsche Bauzeitschrift loben gemeinsam den europäischen Preis für Architektur und Ingenieurleistungen, den Balthasar-Neumann-Preis 2021, aus.

Es ist das zwölfte Mal, dass dieser europäische Preis für Architektur und Ingenieurleistungen seit seiner Gründung 1994 ausgelobt und verliehen wird. Mit dem Balthasar-Neumann-Preis wird die beispielhafte, innovative und über technisch etablierte Standards hinausgehende Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen an einem Bauwerk ausgezeichnet, das – ganz im Sinne Balthasar Neumanns – herausragende technische und gestalterische Qualitäten aufweist. Mit dieser ganzheitlichen Ausrichtung, die die Kultur der Bauprozesse in den Mittelpunkt stellt, ist der Preis einmalig in Deutschland und in Europa.

Die Teilnahmebedingungen sind entsprechend anspruchsvoll: Gefordert wird die nachvollziehbare Darstellung der integralen Prozesse innerhalb des interdisziplinären Planerteams. Zudem müssen die eingereichten Projekte die Kenngrößen des nachhaltigen Bauens erfüllen. Teilnehmen können gleichberechtigt ArchitektInnen und IngenieurInnen bei Nennung der ProjektpartnerInnen, mit denen herausragend und zielorientiert zusammengearbeitet wurde.

Dotiert ist der Balthasar Neumann Preis mit 10.000 Euro. Eingereicht werden dürfen Bauten, deren Fertigstellung nicht länger als zwei Jahre zum Tag der Einreichung zurückliegt. Einreicheschluss war der 30. September 2020, die Jurysitzung fand am 10. November statt.

Eine wesentliche Änderung betrifft den Ort der Preisverleihung (15. Januar 2021). Sie wird 2021 und im Rahmen der Messe BAU in München (Halle C2) stattfinden.Eine weitere Neuerung betrifft die Form der Einreichung. Erstmalig sollen die Bewerbungsunterlagen für den Balthasar-Neumann-Preis ausschließlich online eingereicht werden.

Alles dazu Notwendige finden Einreicher unter www.balthasar-neumann-preis.de.

Holzbaupreis Eifel 2020

2020 startete der Holzbaupreis Eifel bereits in seine „4. Runde“. In der Wald- und Holzregion Eifel hat der Holzbau eine ausgeprägte Tradition. Nach 2008, 2012 und 2016 wird der Holzbaupreis Eifel zum vierten Mal ausgelobt. Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern wächst nach, bindet CO2, ist als Rohstoff mit wenig Energie bereit zu stellen, recyclingfähig, behaglich und schafft regional Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Leistungs- und Anwendungsvielfalt von Holz aufzuzeigen, die positiven Erfahrungen zu dokumentieren, sowie nachahmenswerte und zukunftsweisende Beispiele darzustellen.

Der Holzbaupreis Eifel 2020 wird vom Holzkompetenzzentrum Rheinland, dem Holzbau-Cluster Rheinland-Pfalz und dem Impulszentrum Holz & nachhaltiges Bauen (WFG Ostbelgien) in Kooperation mit dem Kreis Euskirchen und dem Netzwerk Wald und Holz Eifel e.V. ausgelobt.

Teilnehmen können öffentliche und private Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Tragwerksplanerinnen und Tragwerksplaner, Holzbaubetriebe, Arbeitsgruppen, Produktentwicklung und Institutionen aus Forschung und Lehre. Wettbewerbsgebiet ist die Eifel in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Ostbelgien und der angrenzende Bereich Luxemburgs.

Die Bauwerke bzw. Objekte müssen zwischen dem 01. September 2016 und dem 31. Juli 2020 fertiggestellt worden sein und dem gültigen Baurecht des jeweiligen Landes entsprechen. Abgabetermin (digital über die Webseite) war der 15. August 2020. Die Jurysitzung war für den 8. September anberaumt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen hat man beschlossen, die Preisverleihung zu verschieben. Die Bekanntgabe der Auszeichnungen wird im Rahmen einer angemessenen Preisverleihung zu einem anderen Termin in einem angepassten Format erfolgen. Ausführlich wird darüber in den social media-Kanälen berichtet und die Dokumentation soll 2021 erscheinen.

Alle Informationen zum Preis finden Sie auf der Webseite: www.holzbaupreis-eifel.de. Zum Download finden Sie hier den Flyer

Projekte gesucht: Passive House Award 2021

Die IK-Bau NRW informiert und ruft auf: Zeigen Sie, wie energieeffiziente Gebäude architektonisch hochwertig und vielseitig umgesetzt werden können. Reichen Sie Ihr Projekt bis zum 1. Juni 2021 für den Passive House Award 2021 ein!

Der Passive House Award 2021 ist ein internationaler Architekturwettbewerb für energieeffiziente Gebäude. Eingereicht werden können Passivhäuser und Energiesparhäuser, ebenso Gebäude, die zum EnerPHit-Standard saniert wurden. Der EnerPHit-Standard ist der Passivhaus-Standard für Altbauten.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Gebäude als Passivhäuser zertifiziert sind. Quartiere können ebenfalls am Award teilnehmen, auch dann, wenn sie noch in der Entstehungsphase sind. Dazu muss für eines der Gebäude eine abgeschlossene Zertifizierung vorliegen. Ein ganzheitliches Konzept zur Energieversorgung mit dem Schwerpunkt auf der Energieeffizienz der Gebäude ist entscheidend. Lediglich Gebäude, die bereits bei einem früheren Architekturwettbewerb des Passivhaus Instituts eine Auszeichnung erhalten haben, sind vom Wettbewerb ausgenommen.

Eine international besetzte Jury ermittelt die Preisträger. Die eingereichten Gebäude werden dabei unter den Aspekten Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Energieversorgung und Nachhaltigkeit bewertet.

Bewerbungsschluss für den Passive House Award 2021 ist der 1. Juni 2021.

Der Passive House Award wird während der 25. Internationalen Passivhaustagung verliehen, die am 10. und 11. September 2021 in der Wuppertaler Stadthalle und parallel in Online-Veranstaltungen stattfindet.

Die EnergieAgentur.NRW lobt in diesem Jahr zusätzlich den Sonderpreis NRW aus, mit dem die Umsetzung des Passivhausstandards in NRW gesondert ausgezeichnet wird. Dabei bewertet die Jury die eingereichten Objekte aus Nordrhein-Westfalen nach den Kriterien Nachhaltigkeit des Gesamtkonzeptes, Energieeffizienz, architektonische Exzellenz und Wirtschaftlichkeit.

Einreichungen unter: cms.passivehouse.com/de/passive-house-award/einreichung/

Foto: ©Varquitectos


Informationen für Ingenieurinnen und Ingenieure