12.05.2026

Planung auf Augenhöhe als Thema der polis Convention 2026

Planung auf Augenhöhe als Thema der polis Convention 2026

Wann werden bei einem Bauprojekt die entscheidenden Weichen gestellt? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den Messeauftritt der IK-Bau NRW auf der polis Convention in Düsseldorf. Im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche stand dabei die Rolle der technischen Fachplanung sowie die Frage, wie früh Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik oder Brandschutz in Planungsprozesse eingebunden werden müssen, damit Projekte nachhaltig gelingen können.

Am Stand der Kammer entstanden über beide Messetage hinweg intensive Gespräche mit Projektentwicklern, kommunalen Stadtplanerinnen und Stadtplanern, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie weiteren Akteuren der Stadt- und Projektentwicklung. Dabei zeigte sich immer wieder ein ähnliches Bild: Werden technische Disziplinen erst nachgelagert eingebunden, treten Konflikte häufig zu einem Zeitpunkt auf, an dem grundlegende Entscheidungen bereits getroffen wurden – mit entsprechenden Folgen für Qualität, Kosten und Abläufe.

Diese Fragestellung prägte auch das Panel der IK-Bau NRW am zweiten Messetag im Pumpenraum der Alten Schmiedehalle. Unter dem Titel „Planung auf Augenhöhe – Wie Bauprojekte wirklich gelingen“ diskutierten Joachim Sieber, Beate Fleckenstein und Prof. Balthasar Gehlen unter der Moderation von Ralph Erdenberger über die Sanierung und Weiterentwicklung des Düsseldorfer Kunstpalasts.

Das Projekt bot einen geeigneten Rahmen für die Diskussion. Der Umbau des Kunstpalasts verbindet denkmalgeschützten Bestand mit den funktionalen Anforderungen an ein Museum des 21. Jahrhunderts. Architektur, Bauherrnvertretung, Tragwerksplanung und Projektsteuerung mussten dabei eng verzahnt zusammenarbeiten. Im Verlauf der Diskussion wurde deutlich, wie sehr komplexe Bauprojekte davon abhängen, dass die beteiligten Disziplinen frühzeitig gemeinsame Grundlagen entwickeln, statt Planungsschritte lediglich nacheinander abzuarbeiten.

Gerade diese frühe Abstimmung spielte auch in vielen Gesprächen am Stand der IK-Bau NRW eine zentrale Rolle. Die Kammer nutzte die Messe gezielt, um für die stärkere Einbindung qualifizierter Fachplanung in frühen Projektphasen zu werben. Dabei verwies sie immer wieder auf ihre rund 11.000 Mitglieder, den Fachplanerinnen und Fachplanern aus unterschiedlichsten Bereichen des Bauwesens.

Ergänzt wurde der Messeauftritt durch bewusst niedrigschwellige Gesprächsangebote. Rund um den Kaffeestand entwickelten sich zahlreiche spontane Kontakte und fachliche Gespräche. Formate wie das Spiel „Stadt Land Bauwerk“ oder die „Kammer-Jojos“ dienten dabei weniger als klassische Werbemittel, sondern vielmehr als Einstieg in den Austausch über Planung und Baukultur. Über QR-Codes auf den Jojos konnten Besucherinnen und Besucher direkt auf die Ingenieursuche der Kammer zugreifen, die zugleich dauerhaft auf dem großen Screen am Stand präsent war. Viele Messegäste nutzten dieses Angebot unmittelbar, um gezielt nach Fachplanerinnen und Fachplanern zu suchen und sich einen Überblick über das Leistungsspektrum der Kammermitglieder zu verschaffen.